Food for thought
Sind Ihre Berater fit für den Kundenkontakt?
(Novemnber 2025)
Als ehemalige Vertrieblerin fällt mir immer wieder mal auf, dass es in unterschiedlichen Settings Berater gibt, die einfach nur „ihr Ding durchziehen“.
So geschehen heute bei einer renommierten Gesundheitsklinik. Zeitrahmen vorab: eine Stunde war avisiert, nach 37 Minuten war ich wieder draußen...
„Ich erzähle Ihnen jetzt mal was und dann sind vermutlich all ihre Fragen beantwortet“, hieß es da. Aha! Mal schauen!
Zwar habe ich mich mit meinem Kundenwunsch erst noch „vorgedrängelt“, aber dann war mein Gegenüber schnell wieder auf seiner Schiene und ganz bei sich und seinen Angeboten. Allerdings noch nicht mal bei einer Auswahl von Angeboten, sondern nur bei einem, dem sehr hochpreisigen. „Machen Sie doch ruhig schon mal einen Termin, falls Sie sich doch dagegen entscheiden, können Sie immer noch anrufen“, so entließ er mich. Schon klar, von Anfang an die Verbindlichkeit hochhalten. Die freundliche junge Dame an der Rezeption fasste mit einem Blick auf mein etwas irritiertes Gesicht nach: „Überlegen Sie sich das in Ruhe und rufen uns dann an. Einen Termin finden wir dann auch noch für Sie. Rechnen Sie mit etwa 2 Monaten Vorlauf.“ Prima, das war für mich eine vertrauensbildende Maßnahme der jungen Dame. Danke dafür! Denn Sie konnte mein Gesicht lesen und eine Stimmung aufnehmen. Der Berater leider nicht.
Und so verließ ich diesen Ort mit dem unguten Gefühl, nicht wirklich vorgedrungen zu sein, nicht wirklich verstanden worden zu sein, nicht wirklich motiviert, dort einen Eingriff vornehmen zu lassen.
Schade! In meiner Vorbereitung als Vertrieblerin für beratungsintensive Dienstleistungen, habe ich seinerzeit gelernt, zunächst mal viele Fragen zu stellen. Fragen stellen und zuhören, um zu verstehen. Eine gute Idee! Da kann ich heraushören, was die Motivation, der „pain point“, die Vorstellungen und mögliche Hindernisse sind. Damit konnte ich dann in der Vorstellung des meiner Meinung nach passenden Angebots arbeiten und argumentieren. Vorschlag, Stille und dann wieder hinschauen, zuhören, ins Gespräch gehen.
Inzwischen kann ich mit Hilfe meiner Kenntnis des Process Communication Models noch klarer Hinweise lesen, hören, was eine starke Wahrnehmungsart meines Gegenübers ist, was grundlegende Motivatoren sein können. Denn ich spreche seit vielen Jahren nicht nur Deutsch, Englisch und Französisch, sondern auch 6 verschiedene Sprachen, die Menschen als jeweilige Präferenz in der Kommunikation haben können. Damit können wir noch besser mit unserem Gegenüber in Kontakt kommen und unsere inhaltliche Botschaft vermitteln. Und damit das passende Angebot für den potentiellen Kunden unterbreiten. Oder auch Varianten anbieten. Denn ein zufriedener Kunde ist die beste Werbung!
Möchten auch Sie die sechs Sprachen kennenlernen und sich darin üben, zuzhören, um zu verstehen?
Dann lassen Sie uns doch über mögliche Einführungen, Trainings, Workshops sprechen.
Auf Augenhöhe. Mit Sprechzeit für beide Seiten.
Herzlichst Ihre
Ulrike Günther
„Zu Optimismus verdammt“?
(Oktober 2025)
Kürzlich war ich bei einem Konzert von „Salut Salon“, eine Combo ausgezeichneter Musikerinnen, die mit Elan und Verve ihre Interpretationen von unterschiedlichen Musikstücken zum Besten geben.
Die Leiterin sagte dem Publikum an einer Stelle mit ein paar persönlichen Worten so etwas wie, wir seien „zu Optimismus verdammt“. Das klang aus ihrem Mund keineswegs resigniert, sondern sehr mutig und anpackend. Und wenn ich ihre Kurzbiografie lese, dann sehe ich, dass wir es hier mit einer sehr umtriebigen und engagierten Frau zu tun haben. Toll!
Ihre Worte klingen in mir nach und treffen meinen Nerv. Ja, ich mag mich den Schwarzmalern nicht anschließen. Das heißt keineswegs, dass alles gut läuft in dieser unserer Welt.
Aber ich mag die Hoffnung nicht aufgeben, dass wir etwas tun können, dass jede(r) von uns tagtäglich einen Unterschied machen kann. Dass wir in Zuversicht handeln, Dinge ändern, Menschen bewegen, Impulse setzen können.
Und es gibt Erkenntnisse, die zeigen, dass Menschen, die einen gewissen realistischen Optimismus an den Tag legen, auch einen höheren Grad an Resilienz haben. Das ist wichtig in Zeiten großer Veränderungen, wie wir sie derzeit erleben.
Jede und jeder Einzelne kann etwas tun, einen Beitrag leisten, den eigenen Blick auf Dinge verändern, schärfen. Manche meiner Coachees begleite ich mit eben solchen Themen.
Voraussetzung dafür ist, dass unsere Batterien gut geladen sind. Dazu sollten wir uns unserer jeweiligen Energietankstellen bewusst sein.
Was ist Ihr Beitrag? Wie und wo handeln Sie mit Zuversicht, um immer wieder neue Impulse zu setzen?
Ich bin gespannt auf den Rücklauf.
„Choices“
(September 2025)
Anfang September war ich in Hamburg. Unter anderem im „Paradox Museum“.
Dort ist unter anderem eine Art Wendebild zu sehen, eine kleine Wort-Skulptur“, die aus einer Perspektive ein „Yes“ und aus der anderen ein „No“ abbildet. Das hat mir gefallen. Zeigt es doch, dass vieles eine Frage der Perspektive ist, eine Art Entscheidung.
Dazu passt der Dreischritt, den wir vor vielen Jahren bei einer Beratungsfirma stets an den Beginn eines jeden Seminars setzten: Wissen – wollen – tun. Dabei ist nach dem „Wissen“ zunächst tatsächlich das „Wollen“ essenziell. Will ich etwas anderes ausprobieren? Will ich eine andere Perspektive einnehmen? Will ich die Gründe meines Gegenübers verstehen? Will ich diesen Weg mitgehen?
Die Kombi beider Gedanken führt mich zur nächsten Frage: Wie will ich Dinge sehen? Als „Yes“ oder als „No“? Beide Worte sind wichtig: mit dem einen öffne ich mich und lade ein, mit dem anderen setze ich Grenzen. Beides hat seine Berechtigung. Je nach Situation und eigenem Energiezustand.
Der Kern dahinter ist der kurze Moment des Innehaltens, des Überlegens: „Ja“ oder „Nein“? Ist diese Veränderung ein Fluch oder eine Chance? Will ich mich auf diese Aufgaben konzentrieren oder andere Aspekte in den Fokus nehmen? Ist das (noch) meine bevorzugte Art zu leben und / oder zu arbeiten oder nicht?
Fragen über Fragen. Entscheidungen nach Entscheidungen. Tag für Tag. Das ist spannend. Das ist unsere Freiheit.
Und wenn es mühsam ist, kann ich darüber mit anderen reflektieren. Oder mit einem Coach.
Ich bin gerne für Sie da. Melden Sie sich!
„Pause“
(Juli 2025)
Mit meinen Teilnehmern in Seminaren komme ich immer wieder kurz auf das Thema „Innehalten“ zu sprechen. Ein schönes Thema. Ein wichtiges Thema.
Warum?
In meinen Seminaren rund um das Kommunikationsmodell PCM geht es da zum Beispiel darum, dass wir nur, wenn wir mal eine Pause einlegen und innehalten, feststellen können, was wir in letzter Zeit so alles geschafft haben. Das ist ganz besonders wichtig, wenn uns das Erreichen von Zielen mit Zufriedenheit erfüllt.
Die Pause-Taste zu drücken kann auch hilfreich sein, wenn wir uns fragen, ob wir im täglichen Tun noch auf der richtigen Spur sind. Tun wir nach wie vor das, hinter dem wir wirklich stehen, was uns tatsächlich sinnvoll erscheint? Das hat seine Bedeutung für uns, wenn wir besonders werteorientiert sind und unseren inneren Überzeugungen treu bleiben möchten.
Es kann uns aber auch sehr guttun, innezuhalten und zu prüfen, ob wir uns nur um alle anderen kümmern oder ob wir auch gut in der Selbstfürsorge sind. Achten wir darauf, Zeit mit lieben Menschen zu verbringen, die wir mögen und bei denen wir uns richtig gut aufgehoben fühlen?
Die Pause-Taste kann uns helfen, zu schauen, ob sich Leichtigkeit und Fun factor in unserem Leben ausbreiten dürfen. Oder haben wir in den letzten Wochen zu viel mit völliger Ernsthaftigkeit an Themen gearbeitet und merken vor allem, dass wir derzeit viel nörgeln und granteln, weil alle anderen so furchtbar spaßbefreit sind? Dann ist es höchste Eisenbahn für eine dicke Portion „Wow, das mag ich total!“.
In einem weiteren Fall ist das Innehalten ganz, ganz bedeutsam. Nämlich dann, wenn wir immer wieder „Me time“ für uns allein brauchen, ohne etwas zu schaffen, zu planen, zu bewerkstelligen. Einfach um in Ruhe den eigenen Gedanken nachzuhängen. Absichtslos. Entspannend!
Für mich sind Pausenmomente toll, wenn ich darin neue Impulse sammele. Ideen, die ich vergessen hatte, indem ich anderes tat. Impulse, die ich im nächsten Coaching, im nächsten Seminar ausprobieren kann. Dinge, Menschen, Situationen, die ich umsetzen, erleben, kennenlernen möchte. In Zwangs-Pausen werde ich unruhig und bin irritiert. Ich möchte doch etwas tun.
Aber manche Pausen, öffnen den Raum für Möglichkeiten. Sie werden zum „Ma“, dem „leeren Raum“, der scheinbar mit Licht gefüllt ist. Denn das japanische Wort für diesen „leeren Raum“, das „Ma“ besteht in der Schriftsprache aus den Zeichen für Tür und Licht / Sonne.
So werde ich mich in meiner diesjährigen Sommerpause wieder mehr mit dem Thema „Ikigai“ beschäftigen. Denn „Raum und Zeit für Stille ist der fruchtbare Boden für unser Wachstum“. So schreibt es mein Kollege Motoki Tonn in seinem Buch „Das Geheimnis der kleinen Dinge“.
Und darauf freue ich mich.
Und Sie?
Alles, was mir in den letzten Montaen durch den Kopf ging
„Vertrauen“
(Frühjahr 2025)
Das Motto der diesjährigen Petersberger Trainertage war "Zukunft vertrauen".
Zusammen mit Kolleg:Innen habe ich dort oben Anfang April wieder zwei inspirierende Tage verbracht. Plus der Weitblick auf das Rheintal - das lädt zum Perspektivwechsel ein. :-)
Das Motto trägt mich weiter. Inwiefern?
Weil der von mir geliebte grüne Frühling uns jedes Jahr wieder zeigt, dass nach einer Phase des Rückzugs das Leben mit voller Kraft zurückkehrt: Alles grünt, blüht und vieles findet seinen Platz.
Eine schöne Analogie zum Alltag im Beruflichen und im Privaten.
Da mag ich darauf vertrauen, dass Menschen durch Coachings, Workshops, Trainings zur Reflexion angeregt werden und Impulse erhalten, die sie für sich umsetzen können.
Da können Firmen darauf vertrauen, dass junge Menschen und junge Führungskräfte ihre Verantwortung übernehmen und ihren Beitrag leisten werden, wenn wir es ihnen zutrauen und sie unterstützen.
Ebenso können Organisationen den "alten" erfahrenen Menschen vertrauen, dass sie noch immer leistungsbereit sind, ihre Erfahrungen und Erkenntnisse an andere weitergeben mögen im Sinne des Mehrwerts.
Im Privaten darf ich zum Beispiel meinem jugendlichen Sohn vertrauen, dass er sich ausprobieren darf und seinen Weg findet. Er muss nicht meinen Weg gehen.
Vertrauen bietet Erleichterung und Leichtigkeit in vierlei Hinsicht.
Vertrauen kann auf unterschiedliche Art definiert werden.
Es lohnt sich, zu vertrauen und sich über das Thema auszutauschen.
Was heißt Vertrauen für Sie / Dich?
Give it a thought!
Ihre Ulrike Günther
La rentrée
(August 2024)
Hier in Niedersachsen hat die Schule wieder begonnen. Zurück zum (Arbeits-)Alltag.
Verschiedene Gespräche haben mir in letzter Zeit gezeigt, dass viele Menschen am Arbeitsplatz unter steigender Arbeitslast leiden, die unter anderem in hohem Krankenstand, personeller Fluktuation und Sparmaßnahmen begründet liegt. Die 24/7-Mentalität - reagiere bitte immer und überall, schnell! - tut ihr Übriges dazu.
Wenn manche Unternehmen ihr wertvollstes Gut - die Mitarbeitenden, die Menschen - nicht im Fokus haben, so ist es gut, wenn jede/r in sich selbst investiert - in die Selbstfürsorge.
Ein paar Coaching-Termine können da Gold wert sein: Zeit nehmen - innehalten - laut denken - in den Austausch gehen.
Mit meiner Erfahrung in der Arbeit mit unterschiedlichen Menschen in ihrem beruflichen und / oder privaten Setting unterstütze ich diese wertvolle Reflexionszeit gerne.
Ich eröffne den Raum und höre zu, gebe Rückmeldung und Impulse.
Wenn Sie sich die Zeit nehmen möchten - melden Sie sich bei mir!